Derzeit ist eindeutig eine Tendenz zum „alternativen“ Arbeiten und Leben zu sehen.
Immer mehr gut ausgebildete Fachleute ziehen die freie Arbeit bzw. die Selbstständigkeit einer Festanstellung vor. Einige kombinieren gekonnt und erfolgreich die Selbstständigkeit mit einer Teilzeit-Anstellung. Neue Arbeitsmodelle erfordern neue Arbeitsplätze – wie z.B. Bürogemeinschaften, CoWorking-Spaces usw.
Es gibt derzeit heiße Diskussionen darüber, wer den ersten CoWorking-Space in Bielefeld eröffnet. Warum es nicht schon längst einen gibt, kann mir niemand plausibel erklären. Ein Grund ist m.E. sicherlich, dass es schon zahlreiche Mietmöglichkeiten gibt, bei denen einfach Plätze auf Zeit angeboten werden. Hinzu kommt, dass der Ur-Typ aus OWL eher schüchtern im Umgang mit anderen ist und sich eine offene und lockere Kommunikation über den eigenen Tellerrand hinweg somit schwierig gestaltet. Auf der anderen Seite ist aber ein enormes Grundbedürfnis nach Austausch und sozialen Kontakten vorhanden.
Gerade für Kleinunternehmer (bis 10 Mitarbeiter) und Freiberufler sind Netzwerke und Kooperationen entscheidend für den Erfolg. Hier werden unliebsame Aufgaben an Partner delegiert, denen man vertraut – weil sie eben über das Netzwerk kommen. Dafür sind der allgemeine Austausch und die regelmäßigen Treffen unabdingbar. Doch wie schafft man eine „Wohlfühl-Atmosphäre“, bei der Synergien, Tauschgeschäfte, Auftragsgenerierung usw. entstehen können?
Eine Möglichkeit ist unser Stammtisch, der 3-4mal jährlich stattfindet, oder andere Netzwerkveranstaltungen.
Wie ist es aber, wenn es zwischendurch Fragen in einem dringenden Fall zu klären gibt? Da wäre doch eine Bürogemeinschaft oder ähnliches eine Möglichkeit – oder?
Aber findet man diesen Austausch auch bei einer reinen „Mietgemeinschaft“? Wohl kaum!
Das führt mich persönlich zu dem Schluss, dass bei einer erfolgreichen Bürogemeinschaft folgende Aspekte beachtet werden müssen:
- Ergänzen sich die Geschäftsfelder der einzelnen Teilnehmer?
- Sind Synergien möglich?
- Loslösen vom Konkurrenz-Gedanken. Nutzen Sie Ihre Kollegen, um große Projekte an Land zu ziehen!
- Passt der „Nasenfaktor“? Vertrauen Sie auf Ihr Bauchgefühl!
Nach langer Recherche bin ich auf das Konzept von weXelwirken aufmerksam geworden. Hier habe ich das gefunden, wonach ich schon eine gefühlte Ewigkeit gesucht habe: Sympathische und offene Gründer, erfahrene Selbstständige und Freiberufler, die auch mal über den Tellerrand hinaus schauen können. Eine Zusammenarbeit und Kooperation zwischen den Teilnehmern ist grundsätzlich möglich, aber nicht zwingend erforderlich. Also insgesamt eine wohlwollende Atmosphäre.
Es gibt bereits zwei Büros:
1) Paderborn http://www.wexelwirken.net/paderborn.html
2) Wankheim http://www.wexelwirken.net/wankheim.html
Das Konzept von weXelwirken:

Grafik von: Johanna Tovar www.jt-innenraumgestaltung.de
Da mich diese Idee überzeugt hat, möchte ich ein drittes Büro im Raum Halle Westf., Gütersloh, Bielefeld eröffnen. Hierfür suche ich noch Partner. Bei Interesse würde ich mich über eine Kontaktaufnahme freuen.
Informationen zu meiner Person und meinem Tätigkeitsfeld entnehmen Sie meiner Homepage: www.e-allerdings.com
Weitere Informationen zum Thema CoWorking:
Aktuelle Zahlen zum Thema CoWorking
Übersicht anderer CoWorking-Spaces
Jellyweek: weltweite Veranstaltung rund um CoWorking vom 16.01.-22-01.12
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